Verabschiedungen am Schuljahresende 2018

Verabschiedungen am Schuljahresende 2018

Feierlich wurden am Ende des Schuljahres 2017/18 vier Kolleginnen des Goethe-Gymnasiums Ibbenbüren verabschiedet: Gabriele Gramann, Anne Lohmann, Christiane Hoffrogge und Marie-Luise Winkens.

Am letzten Schultag wurde die Französisch- und Erdkundelehrerin Gabriele Gramann in den Ruhestand verabschiedet. Nach ihrer langjährigen Unterrichtstätigkeit in Petershagen und Dülmen wechselte Gabriele Gramann 2007 aus familiären Gründen an das Goethe-Gymnasium. Auch an der neuen Schule fühlte sie sich sehr wohl, da sie die Möglichkeit hatte, das Fachliche in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit zu stellen und das sei ihr bis heute das Wichtigste, so Schulleiter Andreas Tangen in seiner Ansprache. Am „Goethe“ engagierte sich Gabriele Gramann neben dem Unterricht beim Frankreich-Austausch und hat in der Sammlung Erdkunde mitgearbeitet. Ab 2012 hat sie die Schulbuchverwaltung übernommen und dort die Umstellung auf EDV-Verwaltung eingeführt. Durch ihre akribische, hartnäckige und umsichtige Tätigkeit hat die Schule viel Geld eingespart und konnte alle Klassenräume mit Buchbeständen für die Lerngruppen ausstatten, was für die Einführung des Lehrerraumkonzepts sehr wichtig war. Zahlreiche Projekte – u.a. die Verfilmung eines selbst entwickelten Chansons gegen Rassismus in Kooperation mit dem Jugendkulturzentrum „Scheune“ – dokumentieren das große Engagement der Kollegin. „Sportlich, drahtig, mit Biss, Ihr Motor läuft immer auf Vollgas, Sie sind eine Lehrerin, die darum kämpft, den Schülerinnen und Schülern die richtige Arbeitshaltung und möglichst viel Fachwissen beizubringen“, wandte sich der Schulleiter an die Pensionärin, die ihrerseits dankbar, aber auch ein wenig wehmütig auf ein erfülltes Berufsleben zurückblickte, wenngleich sie viele Ideen für zukünftige Projekte hat.

Zum Ende des Schuljahres musste sich das Goethe-Gymnasium außerdem von folgenden langjährigen Kolleginnen verabschieden, die an eine andere Schule wechseln.

Der Schulleiter dankte Anne Lohmann, die seit 2012 die Fächer Religion und Englisch am Goethe-Gymnasium unterrichtet hat. Die „quirlige, energiegeladene, durchsetzungsstarke und schlagfertige“ Kollegin habe mit ihrer Mischung aus „Lebendigkeit und pädagogischer Ernsthaftigkeit“ in kürzester Zeit neben ihrer überzeugenden Unterrichtsarbeit auch durch ihr außerunterrichtliches Engagement – z.B. bei der Vorbereitung von Gottesdiensten in der Jgst. 5 – sowie als stellvertretende Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen die Anerkennung der Kolleginnen und Kollegen gewonnen. Andreas Tangen stellte auch ihre engagierte Tätigkeit als Klassenlehrerin heraus und unterstrich, dass die Pädagogin erzieherische Aufgaben mit Akribie, Intensität und Ausdauer wahrgenommen habe. Er wünschte Anne Lohmann, die nach den Sommerferien eine Stelle an einem Gymnasium in ihrem Heimatort Beckum antritt, für die Zukunft alles Gute und wünschte ihr, dass sie die für sie typische Verbindung aus Witz und professionellem Engagement beibehalte.

Mit launigen Worten leitete der Schulleiter die Verabschiedung der Chemie- und Biologielehrerin Christiane Hoffrogge ein, deren Heimat Sauerland etwas überrasche, da sie als „offen, kontaktfreudig, sportlich und lebhaft“ gelte. Christiane Hoffrogge kam 2010 ans „Goethe“, dem sie auch nach ihrer Familiengründung in Spelle treu geblieben ist. In seiner Dankesrede hob der Schulleiter hervor, dass sich die engagierte, experimentierfreudige Lehrerin einen richtig guten Ruf erworben hat – auch weil sie Schülerzugewandtheit mit Konsequenz und Grenzen verbunden habe. Zugleich unterstrich er, dass sie sofort bereit gewesen sei, einen Chemie-LK zu übernehmen, als sich für die Schule nach Jahrzehnten das erste Mal eine solche Gelegenheit ergab. Als Beispiel für das außerunterrichtliche Engagement nannte er ihre Tätigkeit im Bereich der Drogenprävention. Wenngleich Christiane Hoffrogges Weggang bedauert wird, so ist doch verständlich, dass die einstündige Fahrzeit zum „Goethe“ nur schwer mit ihrem Familienleben zu vereinbaren war. Daher beglückwünschte der Schulleiter die Kollegin zu ihrer neuen Stelle, die sie an der Speller Oberschule nach den Sommerferien antreten wird.

Marie-Luise Winkens unterrichtete seit 2007 die Fächer Deutsch und Französisch am Goethe-Gymnasium. Über den Unterricht hinaus hat sie sich sehr intensiv für den Austausch mit Frankreich engagiert und hier viel Zeit und viele Ideen investiert, zumal an die verantwortlichen Kolleginnen hohe Ansprüche von französischer Seite gestellt wurden. Zudem gestaltete Marie-Luise Winkens mit ihren Lerngruppen zahlreiche Aktionen am Tag der offenen Tür und bereitete die Schülerinnen und Schüler auf das französische DELF-Diplom vor. Der Schulleiter würdigte die extrem hohe Korrekturbelastung, die die Kollegin immer klaglos bewältigt habe und dabei anspruchsvoll geblieben sei. Den Schülerinnen und Schülern gegenüber, so stellte Tangen heraus, sei sie freundlich, aber konsequent aufgetreten und habe diese fachlich gefordert. Im Kollegium genoss die humorvolle Pädagogin hohes Ansehen. Dazu beigetragen hat auch ihre Rolle als Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen, die sie über Jahre sehr konsequent wahrgenommen hat. Dabei, so räumte der Schulleiter ein, habe sie auch Versäumnisse seinerseits aufgezeigt „und da gab es tatsächlich mehrere“. So ist die Entwicklung des jüngst verabschiedeten Gleichstellungskonzepts nicht zuletzt Marie-Luise Winkens‘ Verdienst. „Macht’s gut und das Meiste richtig“, verabschiedete sich Marie-Luise Winkens, die das Goethe-Gymnasium auf eigenen Wunsch verlässt und an das „Arnoldinum“ in Burgsteinfurt wechselt, womit sich ihr täglicher Schulweg um 90% verringert.

Allen Kolleginnen wünschen wir alles Gute für ihre Zukunft!

Kerstin Hannemann